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zur geschichte : okh


 

 

 

 

 

 

 

 

Bronzekunst aus dem sechsten Jahrhundert BC, die eine ägyptische Katze mit wachsamen Gesichtsausdruck darstellt

  Es gibt historische Schriften, die von Orientalen (d.h. Siamesen ohne Point-Markierungen) aus dem frühen Siam berichten, von denen auch Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts einige Exemplare exportiert wurden.  Frühe Ausstellungsunterlagen erwähnen eine in 1894 ausgestellte "Swiss Mountain Cat" und in 1930 wurde eine sogenannte "Brown Cat" ausgestellt.

Einen guten Hinweis auf eine braune "Siamkatze" gibt folgender alter Artikel:

Im Zoologischen Garten zu Dresden findet sich seit längerer Zeit ... auch die siamesische Hauskatze (Felis domestica var. Siamensis) von havannabrauner Farbe mit schwarzbraunen hohen Beinen, Ohren und Gesicht. Diese letztere gilt als Seltenheit und erfreut sich großer Beliebtheit. Außer dieser Art kommt in Siam noch eine schwanzlose Abart vor, die sich ebenfalls durch auffallend hohe Beine auszeichnet. Das Pärchen, das der Dresdener Garten besitzt, ist ein Geschenk des inzwischen verstorbenen Consouls Leßler. Unsere Abbildung stellt das männliche Exemplar dar. Am Tage nach ihrer Ankunft befanden sich die Tiere trotz der langen Seereise von Siam ziemlich wohl und ließen sich das ihnen gereichte Futter schmecken. ... Man hofft auf eine Fortpflanzung dieser sehr beliebten, schmucken Katzen. Auszug aus dem Originaltext B. Pittrich aus der Illustrierten Zeitung vom 20. April 1895.

Wie lange und ob gezüchtet wurde, ist leider nicht bekannt, da nach Aussagen des Zoos evtl. alte Unterlagen beim Bombenangriff auf Dresen 1945 verbrannt sind.

1920 wurde von der britischen "Siamese Breed Association" die offizielle Entscheidung getroffen wurde, daß nur Point-Katzen als "Siamesische Rasse" registriert werden durften "unser Club bedauert die Mitteilung, daß in Zukunft ausschließlich die Zucht der blau-äugigen Siamesen unterstützt wird..."

Für ca. 30 Jahre verfiel die Zucht der grün-äugigen Orientalenschönheit in einen Dornröschenschlaf, dann aber entwickelten einige Züchter  den Wunsch, Siamesen in einem unifarbenen Fellkleid zu sehen. Die englische Züchterin Mrs Isobel Munro-Smith hatte den ersten anerkannten Erfolg der Orientalenzucht zu verzeichnen, dies aus einer Verpaarung des seal-point Katers Tombee (Chocolate Träger) und einer schwarzen Kurzhaarkatze (halb Siamesin). In folgenden Worten beschrieb sie dem "Siamese Cat Club" :  "Tombee und Susannah  haben nun einen Wurf, der uns in Begeisterung versetzt hat - eines der 4  Kittens ist ein wunderschönes kleines braunes Kätzchen. Männlich, die Figur eines Siamesen, mit langem Schwanz und schön geformten Ohren..."

Dieses Kitten wurde 1952 geboren, und ist unter dem Namen " Elmtower Bronze Idol " als erste  Havana Katze anerkannt. Ein weiblicher Urenkel dieses Zuchtkaters namens "Roofspringer Mahogany" wurde 1956 nach Amerika exportiert und bildete dort den amerikanischen Grundstock der Havanazucht.

1958 wurden die Havanas unter dem Namen "Chestnut Brown Foreigns" in England  anerkannt, eine “zigarrenbraune Katze mit strahlend grünen Augen”. In Amerika hingegen bleib der ursprüngliche Name und Typ dieser Katze erhalten. Die  orientalische "modernere" Variante  wurde durch Rückkreuzen mit Siamesen erzielt - die heutigen Oriental Shorthairs (OKH).

1977 wurde die Rasse Oriental Shorthair offiziell von der CFA (Cat Fancier's Association) anerkannt, gefolgt von den ersten Champions dieser Rasse. In Deutschland begann die systematische Orientalenzucht  um 1968. Die FIFe (Federation Feline Internationale) erkannte diese einfarbige Variante der Siamkatze im Jahre 1972 unter dem Namen Orientalisch Kurzhaar (OKH) an.

Den braunen ersten Orientalen folgten bald andere Farben, zuerst lilac, dann ebony und white. Um 1982 wurden dann die ersten tabby-gezeichneten Katzen gezüchtet, eine Variante, die mit ihrer Eleganz und Schönheit an die frühen ägyptischen Katzen erinnert.

 

 

Eine Statue, die Bastet darstellt, eine der verehrten ägyptischen Göttinnen, die Fruchtbarkeit und Lebenslust versinnbildlichte


 

 

 

 

 

 

Illustration der Zookatze des Dresdner Zoologischen Gartens, 1895


 

 

 

 

 

Eine Illustration einer einfarbigen Havanakatze aus einem uraltem thailändischen Buch


Eine Havana Brown, wie man sie heute noch in Amerika findet


 

 

 

 

 

Eine ägyptische Papyrusmalerei, die eine schlanke Tabbykatze zeigt, die eine Aphophis Schlange tötet. Katzen wurden mehr als 2000 Jahre in Ägypten verehrt.


Siamia Simply Vegemite, eine black smoke OKH mit einem ausgeprägten "Orientalenlook"